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Mirabilia

Die italienische Galerie Antilia lud 55 internationale Architekten, Designer und Künstler ein, je eine der fünfundfünfzig Kurzgeschichten aus Italo Calvinos «Die unsichtbaren Städte» von 1972 zu interpretieren. Calvinos Beschreibungen imaginärer Städte, die Projektionen seiner Wahrnehmung der modernen Stadt sind und jeweils einen Frauennamen tragen, evozieren lebendige Bilder und regen die Phantasi an.

Die Arbeit befasst sich mit der Beziehung zwischen Raum, Zeit und geschriebenem Wort. In der Stadt «Zoe» sind alle Orte gleich und doch verschieden. Sie hat keine Struktur und ist in ständiger Veränderung, ist gleichzeitig virtuell und real. Das Modell übersetzt diese Eigenschaften in ein geometrisch verzerrtes Muster, das Räume andeutet und überlagert. Die zeichenhaft fragmentierte Ordnung implodiert im hohlen Kern und verdeutlicht, dass sie nur denjenigen zugänglich ist, die diese Zeichen zu lesen vermögen.

Projekt
Ausstellungsbeitrag

Ort
Bitonto/Matera, IT

Ausführung
2018