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Holliger O1

Das Baufeld O1 nimmt im Holliger Areal eine zentrale Rolle ein: als starke städtebauliche Figur schliesst es den Quartiersplatz im Nord-Westen ab. Ausserdem verortet es als Hochhaus das Areal weithin sichtbar im städtischen Gefüge.

Das Hochhaus folgt einer funktionalen Gliederung des Turmes in öffentlichen Sockel, Wohngeschossen und Dachgarten. Der zweigeschossige Sockel ist, anders als die darüber befindlichen Wohngeschosse in Holzbauweise, als Betonkonstruktion angelegt und trägt diese Struktur auch sichtbar in den Aussenraum. Der Sockel bildet dabei keine Vorder -oder Rückseite aus, sondern bespielt beide Platzniveaus auf unterschiedliche Art und Weise. Er fasst dabei der Bewohnerschaft dienende Räume sowie öffentliche und gewerbliche Nutzungen. Durch das Zusammenspiel zwischen dem öffentlichen Restaurant im Dachgeschoss und den Nutzungen im Hofgeschoss werden öffentliche und private Nutzungen über die gesamte Gebäudehöhe miteinander verschränkt. 

Um im Hochhaus Nachbarschaften zu schaffen und der Anonymisierung entgegenzuwirken werden „Hausmodelle“ gewohnter Grösse  gestapelt. Drei Geschosse bilden jeweils eine von insgesamt fünf hausinternen Nachbarschaften kleineren Massstabs. Gemeinschaftliche Räume verweben die einzelnen Nachbarschaften des gesamten Hauses miteinander. 

Die einzelnen Wohneinheiten sind so organisiert, dass die dazwischen liegenden Zimmer jeweils zur einen oder zur anderen Wohnung geschaltet, oder auch zu eine grösseren Cluster-Wohnung zusammengeführt werden können. Den privaten Wohnräumen ist jeweils über die breite einer Fassade ein Aussenraum vorgelagert.

Das Gebäude ist als Hybridbau in Holz-Beton-Verbundweise konzipiert. Mit den Brüstungselementen der Fassade und dem Dach des Restaurants stehen insgesamt 840m2 Photovoltaik-Fläche bereit. 

Projekt
selektiver Wettbewerb, genossenschaftliches Wohnhochhaus, 1. Preis

Bauherrschaft
EBG Bern

Ort
Bern, BE

Wettbewerb
2021

Team
Patrick Jaeger, Ariel Koechlin, Conrad Kersting, Rino Buess, Matthias Bill, Géraldine Burger, Luzia Stallmann, Lorena Bassi

Planung
Schnetzer Puskas Ingenieure, Josef Kolb, Waldhauser + Hermann

Fotografie
Ponnie Images (Rendering), Jaeger Koechlin (Modell)